[http://www.lmsoft.com/] Fröndenberg, 14.12.2009, Birgit Helmers Fröndenberg. Der CAP-Markt der Diakonie hat seine Pläne, in den ehemaligen Coop-Markt auf dem Mühlenberg zu ziehen, ad acta gelegt. Doch Jürgen Wiechert, der selbst auf dem Mühlenberg lebt, sieht trotzdem einen Hoffnungsschimmer. Westfalenpost: Herr Wiechert, der Bürgermeister hat im Rat mitgeteilt, dass die Verhandlungen mit der Diakonie über einen CAP-Markt gescheitert sind. Gibt es noch Hoffnung auf einen Nahversorger? Jürgen Wiechert: Ja, weil sich die AWO interessiert zeigt. In Hessen und Baden-Württemberg gibt es Sozialkaufhäuser, die sich der AWO-Geschäftsführer im Kreis Unna, Peter Resler, demnächst anschauen will. Das Konzept sieht so aus, dass dort Arbeitsplätze für vier behinderte Menschen entstehen, die dort Lebensmittel verkaufen. Frage: Eine Vorgehensweise, die beispielsweise in Frömern bei Haeseler gut funktioniert. Gibt es weitere Interessenten für den alten Coop-Markt? Wiechert: Auch die Caritas hat Interesse bekundet. So ein Sozialkaufhaus muss ja keine Super-Umsätze machen, sondern so viele, dass sich der Laden trägt. Vielleicht könnte auch ein Bäcker oder ein Steh-Café eingerichtet werden, damit sich ein richtiger Treffpunkt entwickelt. Entscheidend ist vor allem, dass sich die Verhandlungen jetzt nicht wieder wie ein Kaugummi ziehen wie mit der Diakonie. Frage: Mal ganz ketzerisch gefragt: In Fröndenberg gibt es doch mehrere große Supermärkte. Warum braucht es da noch einen kleinen auf dem Mühlenberg? Wiechert: Mittlerweile gehöre ich auch zu den älteren Leuten. Und auf dem Mühlenberg gibt es viele ältere Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind wie zum Beispiel in der Von-Stauffenberg-Straße. Bald werden sie das zusätzliche Problem haben, dass die Busse nur noch jede Stunde einmal fahren, wenn die Stadt den Zuschuss an die Verkehrsbetriebe kürzt, um den Haushalt zu sanieren. Mit einem Sozialkaufhaus würden wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Behinderte könnten sich den Lebensunterhalt selbst verdienen, und wir auf dem Mühlenberg würden davon profitieren. Mit Jürgen Wiechert sprach Birgit Helmers
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